Das Problem mit dem Wildmüll

Kinder sammeln Wildmüll

Regelmäßig liest die 8-jährige Staderin Katleen mit ihrer eigenen Müllzange in der näheren Wohnumgebung herumliegenden Müll auf. Sie findet oft achtlos weggeworfene Glas- und Plastikflaschen, leere Verpackungen aus Papier, Styropor und Plastik, Zigarettenkippen und gefüllte Hundekotbeutel.

Gemeinsam sammelt es sich besser

Am vergangenen Wochenende trommelte sie eine Gruppe Freunde zusammen, um gemeinsam die Umwelt säubern zu können. Sieben Kinder im Alter von sechs bis acht Jahren machten sich mit Unterstützung einiger Eltern daran, die Natur rund um den Barger Weg und den Fredenbecker Weg in Stade von Wildmüll zu befreien. Eigentlich hatten die Kinder noch weitere Stationen auf dem Plan gehabt, jedoch waren die vom Landkreis zur Verfügung gestellten Müllsäcke und der geliehene Anhänger nach wenigen Stunden des Sammelns in nur diesen beiden Bereichen schon prall gefüllt.

Deutlich mehr Müll als erwartet

Die Kinder waren erschrocken über die zahllosen Fundstücke: mehrere Hundert Glasflaschen, Plastikverpackungen, Bauschutt, Autoteile, stapelweise alte Zeitungen, aber auch Kuriositäten wie ein Toilettenbecken. Als besonders unangenehm empfanden sie die vielen herumliegenden mit Hundekot gefüllten Plastikbeutel. Gefreut haben sich alle über die positiven Zusprüche von vielen Spaziergängern, die sich bei der Gruppe für ihr Engagement bedankt haben. Zum Schluss waren sich alle Kinder einig – solch eine Aktion starten sie im nächsten Frühjahr wieder. Warum die Menschen so viele Dinge achtlos wegwerfen statt sie ordentlich zu entsorgen, werden sie allerdings auch dann nicht verstehen.

Ein unbeachtetes Problem

Wildmüll ist leider immer noch ein großes Problem. Als Wildmüll werden alle Abfälle  bezeichnet, die z.B. einfach an Altpapier- und Altglascontainern, auf Rast- und Parkplätzen, an Feldwegen und in Wäldern illegal abgelegt werden. Die Abfallwirtschaft ist darauf angewiesen, dass Wildmüllstellen gemeldet werden, damit der Abfall ordnungsgemäß entsorgt werden kann. Aber noch besser ist es natürlich wenn alle mit anpacken.