Unsere Kindergruppe bleibt zuhause und erzählt von Helgoland

Basstölpel auf Kliff mit Plastik auf Helgoland

Dieses Frühjahr, wenn die Seevögel auf Helgoland zu brüten beginnen, werden sie dabei beobachtet werden. Mithilfe von zahlreichen Spenden war es uns möglich, das Projekt des Ornithologen Elmar Ballstaedt mit einer Wildkamera zu unterstützen. Wir freuen uns natürlich sehr über zahlreiche Aufnahmen von jungen Basstölpeln, Trottellummen und Eissturmvögeln, sind aber vor allem daran interessiert, zu erfahren welche Vögel sich in den dort vorzufindenden Tauen und Makroplastikteilen verheddern.

Ursprünglich hatte unsere Kindergruppe geplant, zum Auftakt der diesjährigen Brutsaison Elmar zu besuchen und sich selber einen Eindruck vor Ort zu machen. Was wir nicht wissen konnten ist, dass Helgoland dieses Jahr eine sehr ruhige und wahrscheinlich auch touristenarme Saison erleben wird. Denn aufgrund der derzeitigen Pandemie wird unsere Kindergruppe, genau wie andere Besucher, wohl erst nächstes Jahr fahren können. Unser S3-Kindergruppenmitglied Katleen hat uns aber mal aufgeschrieben, was sie dort nächstes Jahr erwarten wird und warum unser Projekt so wichtig ist:

Wenn wir nach Helgoland fahren

Die Kindergruppe von S3 möchte nun nach Helgoland. Eine Insel mitten auf der Nordsee wo es viele, schöne und auch gefährliche Tiere gibt. Wir wollen uns diesmal mit den Vögeln auseinander setzen, wie auch beim letzten Jahr. Es gibt auf Helgoland einen bekannten Vogelkundler, der die Vögel beobachtet, beringt, besendert und erforscht. Er und seine Kollegen haben nun beschlossen, die Nester die voller Müll sind auszuleeren. Sie haben in zwei Tagen sieben Nester geleert. Das klingt zwar sehr wenig, aber weil es ja an den Steilküsten, ist kommt man sehr schwer an die Nester ran. Gefährlich ist es auch noch, denn es kann immer mal ein oder mehrere Steinbrocken auf einen hinab fallen und auch deswegen dürfen das nur geübte Kletterer machen.

Auf der Insel wollen wir den Vogelkundler treffen und ihn befragen, was er bei seiner Arbeit so macht und was er schon erlebt hat. Der Vogelspezialist könnte uns dann an der Steilküste herum führen und uns was über die Vögel ehrzählen. Wenn wir uns das dann alles angeguckt und angehört haben, können wir an den Strand und dort Müll sammeln. Das wird sicher riesigen Spaß machen, denn wir können faszinierende Tiere entdecken und sie dann beobachten. Wenn dann unsere heldenhafte Tat vollbracht ist, machen wir ein schönes Picknick am Strand. Auf Helgoland gibt es viele verschiedene Vögel, die leider aber Müll in ihre Nester tragen. Der Vogelkundler versucht dies seit mehren Jahren zu untersuchen und versucht herauszufinden woher sie den Müll haben und wieso sie den in ihre Nester tragen. Deshalb möchte er die Vögel besendern um zu schauen wo sie den ganzen Müll herhaben.

Da die Sender so teuer sind und ein Vogel ja nicht drauf aufpasst geht der Sender leicht verschwunden oder kaputt. Deswegen könnt auch ihr den Vögeln spenden damit irgendwann herausgefunden werden kann wo sie den Müll herhaben. Die Jungvögel verheddern sich in dem Zeug. Da die Eltern das nicht merken, werden die Jungen immer weiter gefüttert und wenn sie dann groß genug sind um eigentlich loszufliegen können sie nicht, weil sie einfach nicht weg kommen. Da sie kein Futter mehr bekommen verhungern sie oder werden vielleicht von Greifvögeln gefressen. Unser Verein (S3) hat auch schon eine Kamera gespendet. Wenn wir dann in Helgoland waren werde ich alle wichtigen Informationen aufschreiben und in den Jahresbericht schreiben. (Bilder sind dann auch dabei)