Biodiversität auf gewerblichen Flächen fördern

Wir schaffen die Grundlagen für die Bereitschaft zur Biodiversitätsförderung durch Unternehmen.

Kurz zusammengefasst

Darum geht es

Wie kann städtische Biodiversität erhalten und gefördert werden? Was hemmt und was motiviert Unternehmen, naturfördernde Maßnahmen auf ihrem eigenen Betriebsgelände durchzuführen? Dieses Projekt befasst sich mit Fragen im Spannungsfeld von industrieller und gewerblicher Flächennutzung und der Förderung von Artenvielfalt im städtischen Raum in Baden-Württemberg. 

Projektland

Deutschland

Finanzierungsbedarf

Finanziert

Ihr findet dieses Projekt und Franziska’s Engagement so großartig wie wir? Dann schaut doch mal bei unseren aktuellen Projekten vorbei. Dieses wurde erfolgreich finanziert und durchgeführt.

Biologische Vielfalt ist eine der wichtigsten Grundlagen unseres Lebens. Eine funktionierende Umwelt basiert auf vielfältigen Ökosystemen, genetischer Vielfalt und zahlreichen Tieren, Pflanzen und Mikroorganismen. Durch den Eingriff des Menschen verändern sich unserer Ökosysteme zunehmend. So waren zum Beispiel Buchen und Eichen natürlicherweise in Deutschland vorherrschend, heute machen sie gemeinsam nur noch 25% der Waldfläche aus. 

Vielfalt ist Leben

Seit Jahren beobachten Wissenschaftler, dass Arten seltener werden oder ganz verschwinden – und zwar mit alarmierender Geschwindigkeit. Eine der Ursachen für den Verlust von Biodiversität ist die Veränderung der Landnutzung. Durch die intensive land- und forstwirtschaftliche Nutzung, die Versiegelung für Wohnraum und Industrieflächen gehen Lebensräume verloren. Umso dichter besiedelt ein Land ist und umso intensiver die Nutzung der Landflächen ist, desto höher ist der Druck auf die Biodiversität.  

Flächen nutzen und Biodiversität fördern

Besiedelte Gebiete und natürliche Lebensräume stehen oft in räumlicher Konkurrenz zueinander. Dabei gibt es auch wirtschaftlich genutze Flächen, die ein hohes ökologisches Potential aufweisen. Im Rahmen dieses Projektes wurde untersucht, wie vorhandenes Potential auf Betriebsflächen von Unternehmen im dicht besiedelten Baden-Württemberg genutzt werden kann und welche Faktoren eine Entscheidung von Unternehmen hinsichtlich der Durchführung von biodiversitätsfördernden Maßnahmen beeinflussen.

Unternehmen sind sich ihrer Verantwortung bewusst

Dieses Projekt leistet einen Beitrag, die Grundlagen für die Bereitschaft zur Biodiversitätsförderung bei Unternehmen zu schaffen. Dazu wurden Hemmnisse und Chancen für die Implementierung von biodiversitätsfördernden Maßnahmen identifiziert. Die Ergebnisse dieser Arbeit bieten einen ersten Einblick in die unternehmerische Sicht zum Thema Biodiversität und deren Förderung auf Unternehmensgeländen. Sie zeigt aber auch auf, wo weitere Verbesserungsmöglichkeiten liegen.

Passen Industrie und Umweltschutz zusammen? Diese Frage hat Franziska sich gestellt, als sie ihre Masterarbeit entwickelt hat. Sie hat Umweltwissenschaften an der Universität Freiburg studiert und arbeitet in der behördlichen Industrieüberwachung. Dort ist es Teil ihrer Aufgabe dafür zu sorgen, dass Anforderungen aus dem Umweltrecht auch in der Praxis von der Industrie umgesetzt werden. Dabei sind ihr immer wieder Firmen begegnet, die freiwillig, und auch manchmal unbewusst, Maßnahmen zur Biodiversitätsförderung durchgeführt haben.

In ihrer Masterarbeit hat Franziska sich mit dem Potential beschäftigt, die scheinbar gegensätzlichen Themenbereiche Umweltschutz und Industrie miteinander zu verbinden. Vor allem ist wenig dazu bekannt, was die Industrie motivieren könnte, in Vorhaben zu investieren, die im ersten Moment wenig profitabel erscheinen. Eine Problematik, die im Umweltschutzbereich oftmals besteht.

Biodiversitätsverlust ist in den vergangenen Jahren im öffentlichen Diskurs angekommen. Die umfangreich geführte Diskussion über die Notwendigkeit von mehr Umweltschutz erhöht auch zunehmend den Druck auf Politik und Industrie. Spätestens seit der Veröffentlichung des Globalen Berichts über den Zustand der Artenvielfalt des Weltbiodiversitätsrats im Jahr 2019 ist klar, dass bei fortschreitendem Artensterben schwerwiegende Folgen für Natur und Mensch abzusehen sind. Wir fördern Franziskas Projekt, weil es sich diesem hochaktuellen Thema annimmt und im Spannungsfeld der stetig zunehmenden Flächenversiegelung in Deutschland Ursachen und Lösungswege für mehr unternehmerische Nachhaltigkeit aufzeigt. 

Die Projektregion

Durchgeführt wurde dieses Projekt im Regierungsbezirk Freiburg in Baden-Württemberg. Die Region steht exemplarisch für einen dicht besiedelten Raum. Deutschlandweit nimmt der Flächenbedarf für infrastrukturelle Baumaßnahmen für Siedlungen, Straßen und die Industrie zu, wodurch naturnahe Lebensräume zerstückelt, verkleinert und letztendlich dauerhaft geschädigt oder sogar zerstört werden. 

Durch Unterstützung dieses Projektes tragt ihr zum Erreichen folgender nachhaltiger Entwicklungziele bei:

UN Nachhaltigkeitsziel 9; SDG 9; Industrie, Innovation und Infrastuktur UN Nachhaltigkeitsziel 9; SDG 9; Industrie, Innovation und Infrastuktur

Eine belastbare Infrastruktur aufbauen, inklusive und nachhaltige Industrialisierung fördern und Innovationen unterstützen

UN Nachhaltigkeitsziel 11; SDG 11; Nachhaltige Städte und Gemeinden UN Nachhaltigkeitsziel 11; SDG 11; Nachhaltige Städte und Gemeinden

Städte und Siedlungen inklusiv, sicher, widerstandsfähig und nachhaltig machen

UN Nachhaltigkeitsziel 15; SDG 15 UN Nachhaltigkeitsziel 15; SDG 15

Landökosysteme schützen, wiederherstellen und ihre nachhaltige Nutzung fördern, Wälder nachhaltig bewirtschaften, Wüstenbildung bekämpfen, Bodenverschlechterung stoppen und umkehren und den Biodiversitätsverlust stoppen