Wolle aus Deutschland sinnvoll nutzen

Wolle von Schafen wird in Deutschland oft kostenpflichtig entsorgt. Wir finden das muss nicht sein und würden lieber Dünger daraus machen.

Kurz zusammengefasst

Darum geht es

Schafswolle muss in Deutschland in der Regel kostenpflichtig entsorgt werden. Wir setzen uns mit diesem Projekt für eine sinnvolle und vor allem nachhaltige Nutzung der natürlichen Ressource Schafwolle ein. Dabei wenden wir ein innovatives Verfahren an, dass im Rahmen von Forschungsprojekten entwickelt wurde um aus schmutziger, unbehandelter Wolle einen ökologischen Langzeitdünger herzustellen.

Wir haben dieses Projekt ein Jahr lang von der Schur bis zu den fertigen Pellets begleitet. Die Heidschnuckenwolle-Düngepellets sind jetzt im Handel erhältlich und leisten einen Beitrag zur nachhaltigeren Landwirtschaft.

Projektland

Deutschland

Finanzierungsbedarf

500 Euro

Für dieses Projekt kann nicht mehr gespendet werden. Es wurde erfolgreich abgeschlossen. Ihr möchtet trotzdem helfen? Einfach hier klicken und für ein anderes Projekt spenden.

Heidschnuckenwollpellets werden unter Druck und einer bestimmten Temperatur hergestellt. Die Wolle muss unbehandelt und vor allem ungewaschen sein um in kleine Stücke gepresst werden zu können. In diesen Pellets befindet sich schließlich nur Schafwolle und wird nicht, wie in anderen Schafwollprodukten üblich, mit weiteren Stoffen vermischt. Wissenschaftliche Untersuchungen haben gezeigt, dass Schurwolle einen positiven Einfluss auf das Wachstum von Pflanzen hat und die Luft- und Wasserspeicherfähigkeit des Bodens verbessern kann.

Es gibt immerhin mehr als eine Million Schafe in Deutschland

In Deutschland gab es 2016 rund 1,57 Millionen Schafe. Eine durchschnittliche Herde hat ca. 140 Tiere, wobei große Unterschiede zwischen den Bundesländern erkennbar sind. So liegen die durchschnittlichen Herdengrößen in den ostdeutschen Bundesländern die  bei ca. 250 Schafen, in Thüringen sogar ca. 350. Fast ein Viertel der Betriebe mit Schafhaltung Deutschlands befinden sich in Bayern. Eine große Bedeutung hat die Schafhaltung in Deutschland aufgrund der Landschaftspflege. Daraus resultieren über 60% des Einkommens eines Schafhalters. Schafe eignen sich zur Pflege von fast allen Flächen, besonders in Gegenden die schwer zugänglich sind.

Unser Ziel ist natürliche Ressourcen so effizient wie möglich zu nutzen

Mit diesem Projekt wollen wir zeigen wie dieses ‘Abfallprodukt’ Heidschnuckenwolle wieder einen ökonomischen und ökologischen Wert bekommen kann. Die Ressource Schafwolle kann in Form von Pellets optimal genutzt werden und das auch noch ganz regional.

Ohne Abfallprodukte zum Ziel

Auf unserem Blog könnt ihr nachlesen, wie sich unser Projekt im Laufe der zeit entwickelt hat. Schaut gerne in diesen Blogeintrag zu den Hintergründen des Projekts. Zum Abschluss haben wir dann nochmal ein paar größere Zusammenhänge, die uns bei der Arbeit in diesem Projekt beschäftigt haben zusammengefasst: Von Gurken in Plastikfolie bis zum ökologischen Dünger

Dieses Projekt wurde von unserem Gründungsmitglied Martina ins Leben gerufen. Martina ist studierte Agrarwissenschaftlerin und hat Erfahrung in Forschung und Entwicklung im Bereich nachhaltige Landwirtschaft. Nach dem Motto Vielfalt statt Einfalt setzt sich Martina neben ihrer wissenschaftlichen Arbeit für ressourceneffiziente und klimafreundliche Innovationen in der Landwirstschaft ein. Seit vielen Jahren ist Martina regelmäßig beim ‚Schnucken‘ scheren mit dabei und so ist auch dieses Herzens-Projekt von ihr entstanden.

Schafwolle ist eine wertvolle und natürliche Ressource und wird schon seit Jahrhunderten vom Menschen – meist in Form von Textilien genutzt. Die Wolle zu entsorgen ist weder sinnvoll noch notwendig, geschweige denn nachhaltig. Der Umgang mit tierischen Produkten in unserer Gesellschaft ist geprägt durch industrielle Tierhaltung und folglich auch durch einen hohen Grad an Kosteneffizienz. In Deutschland ist es aufgrund niedriger Preise für Rohwolle in immer noch üblich diese zu entsorgen. Alternativ wird sie ins Ausland verkauft und dort zu Teppichen oder Dämmmaterialien weiterverarbeitet. Wir möchten mit unserem Projekt darauf aufmerksam machen, dass es auch eine regionale und ökologisch wertvolle Möglichkeit gibt die Wolle zu verarbeiten.

Die Projektregion

Dieses Projekt wurde am Rande des Moor- und Heidegebietes Lüneburger Heide in Norddeutschland durchgeführt. In der Lüneburger Heide gibt es mehrere Tausend Heidschnucken, die einen wichtigen Beitrag dazu leisten, die Heidelandschaft, wie wir sie kennen, zu erhalten.

Unser Partner vor Ort

Für dieses Projekt kooperieren wir mit einem landwirtschaftlichen Betrieb in der Lüneburger Heide.

Durch Unterstützung dieses Projektes tragt ihr zum Erreichen folgender nachhaltiger Entwicklungziele bei:

UN Nachhaltigkeitsziel 12; SDG 12; Nachhaltiger Konsum und Produktion UN Nachhaltigkeitsziel 12; SDG 12; Nachhaltiger Konsum und Produktion

Für nachhaltige Konsum- und Produktionsmuster sorgen

UN Nachhaltigkeitsziel 13; SDG 13; Massnahmen zum Klimaschutz UN Nachhaltigkeitsziel 13; SDG 13; Massnahmen zum Klimaschutz

Umgehend Maßnahmen zur Bekämpfung des Klimawandels und seiner Auswirkungen ergreifen

UN Nachhaltigkeitsziel 15; SDG 15 UN Nachhaltigkeitsziel 15; SDG 15

Landökosysteme schützen, wiederherstellen und ihre nachhaltige Nutzung fördern, Wälder nachhaltig bewirtschaften, Wüstenbildung bekämpfen, Bodenverschlechterung stoppen und umkehren und den Biodiversitätsverlust stoppen